Meine Reise durch Irland

Golfen in Irland

Mai 8, 2008 · 1 Kommentar

Golfen in IrlandWas also ist es, das Golfen in Irland so herausragend macht?

Die Anlage der Plätze, die wohl die Essenz eines Golfspiels ausmacht, erscheint der passende Ausgangspunkt zu sein. Golfkenner in Amerika zum Beispiel, schätzen an solchen Anlagen wie Cypress Point und Pebble Beach besonders, dass deren Designer die eindrucksvollen landschaftlichen Gegebenheiten einbezogen haben, um eine wunderschöne und doch dem Spiel angemessene Anlage zu schaffen. 
In Irland gibt es jedoch viele solcher Golfanlagen. Von den schätzungsweise 150 qualitativ hochwertigen Küstengolfplätzen der Welt, befinden sich 39 in Irland. Die meisten der führenden Golfanlagen in Irland sind von berühmten britischen Architekten, wie etwa Tom Morris, James Braid, Harry Colt und Alistair Mackenzie entworfen worden. Als Grundlage fanden sie eine eindrucksvolle Landschaft vor: Irland ist einer dieser bemerkenswerten Orte, wo sich Meer und Berge treffen, so dass keine Notwendigkeit besteht, die Landschaft künstlich zu verändern, sondern lediglich die Golfanlage geschickt in die Umgebung einzubinden. Die Natur, mit ihren zerklüfteten Küsten und gewellten Heidehügeln bestimmt hier die Golfanlage, nicht andersherum.

Das Land ist weit und häufig abgeschieden, ähnlich dem schottischen Hochland. Es gibt hier hervorragende Golfanlagen in abgelegenen Gegenden, abseits jedes Verkehrsknotenpunkts. Dies trägt dazu bei, dass die in Schottland so häufigen Golftour-Busse hier nur vereinzelt vorkommen. Man kann meilenweit auf einer schier endlosen Landstraße unterwegs sein, umgeben von einem Meer von Wiesen und dem Geruch von Torffeuern, um dann plötzlich auf ein solch verstecktes Kleinod wie Waterville zu treffen und den Golfplatz ganz für sich alleine zu haben. Ein herzlicher Empfang ist einem gewiß: Kein Gesicht so freundlich wie das eines irischen Gastgebers, der eine gemeinsame Runde Golf (oder Stout) als den Beginn einer bleibenden Freundschaft ansieht. Ein Gang über den Golfplatz endet für gewöhnlich „im 19. Loch“, dem örtlichen Pub und kann sich leicht bis zum Abendessen ausdehnen. 
Aber das Beste am Golfspielen in Irland ist das, was es wohl am deutlichsten vom Golfspielen z.B. in Österreich unterscheidet: Schlichtheit. Das Spiel ist auf der Grünen Insel bemerkenswert natürlich geblieben. Hier sieht man eher Ziegen auf dem Fairway grasen, als einen elektrischen Golfkarren durch das Rough fahren. Caddies sind eine Institution hier, und obschon sie für ihre etwas merkwürdigen Ratschläge bekannt sind („Es ist ein etwas simpler Putt.“ „ Sie haben einen starken Gegenwind gegen sich.“), verbreiten sie doch eine Atmosphäre, die sonst auf der Welt verloren gegangen ist und die auf die Anfänge des Spiels zurückverweist. Eine großartige Erfahrung!

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1 response so far ↓

  • Sawisa // Mai 23, 2008 um 11:58 Uhr vormittags

    Scheint ja ein richtiges Golfer-Paradies zu sein. Landschaftlich 1A. Wie sind die Fairways zu bespielen? Hoffe, die Greenfee hält sich in Grenzen. Danke für die super Infos! Sawisa

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