Nördlich von Dublin liegt das schöne Küstenstädtchen Malahide. Das Schloss Malahide Castle liegt inmitten seiner 100 Hektar großen Gärten. Seit etwa 800 Jahren war das Schloss zugleich Festung und Heim für seine Bewohner, die Familie Talbot. Die Familie Talbot lebte von 1185 bis 1973 im Schloss, bis zum Tod des letzten Lord Talbots.
Gebaut wurde Malahide Castle zunächst eher konventionell im 14 Jahrhundert, später wurde es um die runden Türme ergänzt. Dadurch entstand durchaus der Flair eines Märchenschlosses. Ausgestattet mit wunderschönen uralten Möbeln und einer großen Sammlung von irischen Gemälden (vor allem Porträts) ist das Haus durchaus einen Besuch wert.
Gleann Dá Locha - das Tal der zwei Seen. Mitten in den Wicklow Mountains, ca. 50 Km südlich von Dublin liegt die alte irische Klosterruine und der alte Friedhof. Die Klostersiedlung ist die berühmteste und die wohl Schönste in ganz Irland. Mehrmals wurde das Kloster von Wickingern und den Engländern überfallen - das Kloster konnte sich aber bis zur Auflösung aller irischen Klöster 1539 durch die Engländer behaupten.
Überragend und am berühmtesten für den Ort ist der Rundturm. Eine kleine Kapelle aus dem 11. Jhdt. wurde Kevin’s Kitchen genannt - wegen des an einen Kamin erinnernden Turms. Um die Klosteranlage führen mehrere Wanderwege an die Seen und durch die Berge.
Unbedingt Zeit und gute Schuhe mitbringen - Wald, Wasserfälle und die grossartige Aussicht sind jede Mühe die Berge hinaufzuschnaufen wert!
Der einstige Fischerort Howth ist ein zu Recht beliebtes Ausflugsziel der Dubliner. Früher war hier ein wichter Hafen für Waren nach Dublin. Jetzt geht es idyllischer zu, im Hafen liegen Yachten und Fischerboote - eines der nettesten Fleckchen in Irland. Am Hafen gibt es ein grossartiges Fischgeschäft mit frischem Fisch. Auf der Mauer des East Pier am Hafen kann man bis zum Leuchtturm der Hafeneinfahrt spazieren und hat eine super Aussicht auf die Insel Ireland’s Eye. Vom Hafen aus kann man über den Cliffwalk an den Klippen entlang Richtung Leuchttum wandern. Die Steile Küste und die Aussicht vom Cliffwalk über das Meer und zum Bailey’s Lighthouse sind einfach genial - und ab und zu kommt ein Tanker oder ein Containerschiff vorbei was in den Hafen von Dublin fährt. Kurz vor dem Leuchtturm geht es hoch zum Howth Summit, dem Gipfel - und man kann die ganze Bucht vor Dublin überblicken. Folgt man der Thormanby Road einige Meter kommt man zu einem netten Pub - nach der Wanderung auf dem Cliffwalk am Meer und den Klippen ist ein Pint und ein Happen zu Essen echt was Feines.
Um sich nun endgültig dem Touristendasein hinzugeben eignet sich das Sightseeing Programm Hop on Hop off Tour. Die Fahrt umfasst Dublins Zentrum und erlaubt individuelles Ein- wie Aussteigen. Wird einem der Großstadtrummel zu viel, lockt das 1 1/2 stündig entfernte ländlichere Kilkenny, Irlands vormalige Hauptstadt. Hier beeindrucken das Kilkenny Castle (unbedingt Guiding Tour mitmachen) und die typisch irische Landschaft.
Ach ja, nicht zu vergessen: das trinkreiche irische Nachtleben, inklusive original Guinness, ist leider bloß für Volljährige (ab 18 Jahren) zugänglich!
“Cead mile Failte” - heißt es auf gälisch und herzlich willkommen fühlt man sich in Irland allemal.
Glaubt man den unzähligen Sagen und Legenden, wurde Irland in früheren Zeiten von Feen und Hexen bevölkert, am Ende des Regenbogens wartet ein Topf voll Gold und wohin der Blick auch reicht, kleben, stehen oder hängen Kleeblätter. All dies, die Mythen, das saftige Grün und die irische Folklore erwecken Sympathie und Interesse an dieser Insel.
Dublin and Culture
Dublin liegt an der Ostküste, wird von der Liffey durchflossen, beheimatet haufenweise Brücken und darf sich als Heimatstadt U2s oder der Frames bezeichnen. Apropos Musik: Dublins fantastische Independent CD Stores, von denen es nur so wimmelt, lassen einen ganz schön schwach werden. Für jeden Geschmack findet sich ein Laden, welche meist auch sehr gut erhaltene 2nd Hand Platten zu günstigsten Preisen anbieten.
Als das kulturelle Herzstück Dublins versteht sich das Viertel Temple Bar. Hier lebt die Bohème, die Kunst, die Musik, das unbeschwerte Leben und die traditionellen Pubs. Auch das Irish Film Centre, das Temple Bar Music Centre und Theater siedelten sich an. Einen Besuch ist ebenfalls das in der Nähe ansässige Hard Rock Café wert.
Vorbei am alterwürdigen Trinity College gelangt man zur Grafton Street, sozusagen das irische Pendant zur Mariahilferstraße. Ein kleiner Tipp: immer genug Geld mit sich tragen! Trotzdem sind aber wie in London auch Dublins Museen und Galerien größenteils gratis zu begutachten. Literaturfreunde sei das Dublin’s Writers Museum ans Herz gelegt. Öffentliche Verkehrsmittel bestehen aus den blau-gelben Doppeldeckerbussen, den Straßenbahnen und den Darts (Züge). Eine U-Bahn ist wegen des Flusses nicht möglich. Überhaupt vermittelt Dublin einen familären, weniger gehezten und glamourfreien Eindruck. Es fehlen auch die glitzernden Hochhäuser. Einzig der Spire, ein silberner Pfeil, ragt beinahe bis in den Himmel und ist zugleich Europas höchste Statue.
Das Trinity College ist eine renommierte Universität in der irischen Hauptstadt Dublin. Es wurde 1592 von Königin Elisabeth I. für protestantische Studenten gegründet. Die Gebäude dienten zuvor als Augustinerkloster.
Die Hauptattraktion ist die 1732 gebaute Alte Bibliothek, in der neben 200.000 alten Texten das berühmte Book of Kells, aber auch die älteste Harfe Irlands aufbewahrt werden. Spektakulär ist der Long Room - ein 64 Meter langer Raum, in dem die wertvollsten Bücher aufbewahrt werden.
Das Book of Kells wird als das überragende Beispiel für mittelalterliche Buchmalerei zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert in Irland angesehen. Über den Ursprung des Book of Kells herrscht Uneinigkeit. Sehr wahrscheinlich wurde es im Kloster Iona vor der schottischen Westküste hergestellt und zur Zeit der Wikingereinfälle aus Sicherheitsgründen nach Irland gebracht. Im Jahre 1006 wurde es im Kloster von Kells in der irischen Grafschaft Meath gestohlen. Bei der Auflösung des Klosters 1539 wurde es dort aufgefunden, jedoch ohne den legendären goldenen Einband. Nachdem es durch verschiedene private Hände ging, befindet es sich seit dem 17. Jahrhundert im Besitz des Trinity College in Dublin, wo man einige Seiten besichtigen kann.
Das Book of Kells enthält die vier Evangelien zusammen mit ganzseitigen Abbildungen von Christus, Maria mit Kind und den Evangelisten. Das Schriftbild ist aufwendig gestaltet und verziert. Insbesondere die Initialen wurden teilweise mit sehr feinen Mustern in leuchtenden Farben ausgeführt. An Stelle von Gold wurde Orpiment, ein Arsen-Schwefel-Mineral, verwendet. Zur Herstellung der blauen Farbe wurde der Halbedelstein Lapislazuli eingesetzt, der in dieser Zeit nur in Afghanistan gefunden wurde. Typische Verzierungen sind Spiral- und Flechtwerkmuster sowie ornamentale Mensch- und Tiermotive.
Wie viele Pubs gibt es in Dublin? Unzählbar. Von den traditionellen irish Pubs bis zu modernen Bars ist in Dublin alles zu finden. Gerade in der Gegend um Temple Bar, rund um die Grafton Street und in der Wexford Street sind die netten coolen und irischen Pubs mit Live-Musik zu finden.
Bestellt wird beim Barmann an der Theke. In einigen Pubs wird das Pint an den Platz gebracht. Zumeist wartet man aber direkt an der Bar (wo es gerade zu Zeiten der letzten Runde drängelig werden kann) auf seine Runde und bezahlt sofort. Wird man eingeladen revanchiert man sich - gerade in großen Runden passiert es so leicht, dass man das ein oder andere Pint mehr trinkt
Fáilte...mein Name ist Sabine und ich besuche derzeit den Studiengang Public Management berufsbegleitend an der Fachhochschule in Villach. Im Rahmen der EDV-Lehrveranstaltung entstand dieser Blog zum Thema "Irland".
Ein ganzes Jahr lang verbrachte ich in diesem wunderschönen Land und möchte nun die schönsten Eindrücke und sehenswertesten Plätze mit Euch teilen.
Viel Spass!
Sabine