Entries tagged as ‘Nationalpark’
Der Burren (übersetzt „steiniger Ort“) ist eine einzigartige Karstlandschaft im Nordwesten des County Clare. Das Kalksteingebiet ist ca. 300 km² groß und wird streng genommen von den Orten Ballyvaughan und Kilfenora begrenzt. Die Aran Islands sind geologisch die Fortsetzung des Burren in der Bucht von Galway.
Die Oberfläche des Burren ist, abgesehen von Caher Valley, durch knietiefe Karren in rechteckige Felder gegliedert. Sie wurden durch Oberflächenwasser gebildet, das sich auch heute noch nach stärkeren Regenfällen in sogenannten Turloughs sammelt. Auch horizontal haben sich die Platten durch Klüftung voneinander getrennt. Geht man über das Plateau, so knackt etwa jede 25. Platte, weil sie sich von ihrer Auflage gelöst hat. Die losen Kalksteinplatten haben Stärken zwischen 15 und 25 cm und wurden gern beim Bau der älteren Steindenkmäler verwendet. Südlich von Ballyvaughan kann man die Tropfsteinhöhle “Aillwee Cave” (Bärenhöhle) besichtigen.
Der Burren ist eine zum Teil bizarre Wanderlandschaft und ein archäologisch reiches Areal. Es beherbergt eine Anzahl Klosterruinen und eine Vielzahl “heiliger Quellen” und Höhlen. 1991 wurde in einem Teil des Burren ein Nationalpark eingerichtet.
Flora in den Burren
Kalke und Dolomite stehen an der Oberfläche an. Es gibt kaum Bäume, die spärliche Vegetation besteht hauptsächlich aus Gräsern, Kräutern, Moosen und Flechten. Im Burren finden sich viele mediterrane, alpine und sogar arktische Pflanzen, die man sonst nur selten vergesellschaftet und ansonsten nirgendwo in Irland findet. Beispiele sind:
- Frühlings-Enzian (Gentiana verna)
- Silberwurz (Dryas octopetala)
- Blutroter Storchschnabel (Geranium sanguineum)
- Frauenhaarfarn (Adiantum Capillus-veneris)
- Graues Sonnenröschen (Helianthemum canum)
- Stechpalmen und die Orchideenarten
Fauna
Neben einer artenreichen Flora gibt es im Burren auch viele Tierarten. Allein 28 Schmetterlingsarten, darunter auch Perlmutterfalter, wurden gezählt. Auch Vögel sind zahlreich vertreten. Neben Lerche, Kuckuck und Nebelkrähe nisten in den Küstenregionen vor allem Seevögel wie Tordalken, Trottellummen und Papageitaucher. Selten hingegen sind im Burren-Gebiet Säugetiere - am häufigsten sieht man noch Wildziegen und irische Hasen; seltener Dachs, Fuchs und Wiesel.
Kategorien: Geschichte · Sehenswert
Tagged: Geschichte, Nationalpark, Sehenswert, Tropfsteinhöhle, Wandern
Von Killarney aus durchfährt man das zauberhafte ‘Gap of Dunloe’. Die bis zu 1.048 Meter hohen Berge der Macgillycuddy’s Reeks bilden ein beeindruckendes Panorama. Kaum 100 Höhenmeter über Normalnull geniesst man ein alpines Feeling. Die Strasse war extrem kurvig, steil und wahnsinnig eng. Normalerweise muss man das Tal durchwandern, aber das Wetter war wirklich typisch Irisch. Wanderer und Radfahrer, die uns entgegen kamen und denen der Regen -unterstützt von fiesen Windböen- nicht nur ins Gesicht peitschte, sahen alles als happy aus.
Ich könnte damit leben, wenn die Strasse für Autofahrer gesperrt würde, denn diese wahnsinnig enge Strasse wird auch von unzähligen Kutschen befahren. Die Mietpreise für eine Kutsche lagen im Juli zwischen stolzen 40 und 60 Euro. ABER: man kann mit dem Kutscher handeln, was ich jedem unbedingt empfehlen würde!!
Blühende Rhododendronbüsche säumen die Straße. Oft sind ganze Koppeln mit der schönen Strauchpflanze natürlich eingezäunt. Zwischen den gigantischen Felsbrocken erblickt man immer wieder das ein oder andere Schaf. Vom ‘Gap of Dunloe’ ging die Fahrt ins Black Valley über. Hier toste der spektakuläre Owenreagh River, der in seinem Flussbett auch unzählige mehr oder weniger grosse Felsbrocken beherbergte.
Kategorien: Geschichte · Ring of Kerry · Sehenswert
Tagged: Nationalpark, Ring of Kerry, Sehenswert, Wandern
Muckross Abbey ist eine bedeutende kirchliche Anlage im Killarney National Park. Die Abtei liegt am östlichen Ufer des Lough Leane in einem parkähnlichen Gelände mitten in einem Friedhof.
Die Abtei wurde 1340 von Franziskanern gegründet. Jedoch gaben diese die Anlage bald wieder auf. Donal McCarthy Mor begann 1448 damit, die Anlage wiederherzustellen, die Arbeiten sollten 50 Jahre dauern. Die heute noch erhaltenen Gebäude stammen vor allem aus dieser Zeit. In ihrer bewegten Geschichte wurde Muckross Abbey mehrfach beschädigt und wiederaufgebaut. An den unterschiedlichen Baustilen erkennt man gut, dass Muckross Abbey in mehreren Abschnitten erbaut wurde. Der jüngste Abschnitt der Abtei ist der Vierungsturm, der so breit ist wie das Kirchenschiff.
Die Ruinen der Muckross Abbey sind recht gut erhalten. Bemerkenswert ist eine große Eibe mitten im Kreuzgang.
Kategorien: Geschichte · Ring of Kerry · Sehenswert
Tagged: Geschichte, Nationalpark, Ring of Kerry, Sehenswert, Wandern
Einen der für mich tollsten Wasserfälle findet ihr im Südwesten Irlands, im Killarney National Park. Der Wasserfall ist ca 20 km weit von Killarney entfernt und schon ziemlich versteckt. Wenn ihr also die Straße entlang fahrt, immer mal wieder zur Seite schauen, ob ihr schon den Eingag erkennn könnt. Das schöne ist, dass es nicht einfach nur ein Wasserfall ist, sondern ein riesiges Gelände, dass man begehen kann. Überall sind Bäume und Sträucher und Moos und es sieht alles total urig aus. Ein Platz, wo man sich mehrere Stunden aufhalten kann… Einfach nur atemberaubend schön.
Kategorien: Ring of Kerry · Sehenswert
Tagged: Nationalpark, Ring of Kerry, Wandern
Muckross House war ein herrschaftlicher Ansitz und liegt südlich der irischen Stadt Killarney. Es ist das Herzstück des Bourn Vincent Memorial Park und ein Teil des über 10.000 Hektar großen Killarney National Park am Lake Muckross.
Heute ist Muckross House ein großes Museum. In den Räumen kann man einen sehr guten Eindruck vom Leben der Adeligen im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gewinnen. Die Räume sind groß, die Raumhöhen überdimensioniert. Die Wände sind mit Gemälden, Wandteppichen und Jagdtrophäen ausgeschmückt. Da Killarney das Touristenzentrum Westirlands schlechthin ist, wurden im und um Muckross House weitere Attraktionen errichtet. Im Hautgebäude selber befinden sich neben einem Restaurant eine Töpferei und eine Weberei. Außerhalb wurden wunderschöne, hauptsächlich mit Rosen bestückte Gärten angelegt. Im Jahr 2000 kam das Walled Garden Centre hinzu. Schon wesentlich früher wurde Muckross Traditional Farms errichtet. Hier versucht man, das tägliche Leben der irischen Landbevölkerung in den 1930er und 1940er Jahren zu zeigen. Nicht nur, dass man die alten Landwirtschaftsgeräte mit Beschreibungen zu Gesicht bekommt. Das Gelände ist so weitläufig, dass tatsächlich (angestellte) Farmer mit diesen alten Geräten das Land bebauen und bearbeiten.
Muckross House und Walled Garden Centre sind das ganze Jahr über zu besichtigen. Lediglich zu den Weihnachtsfeiertagen bleibt das Haus geschlossen. Muckross Traditional Farms ist während der Wintermonate für Besucher geschlossen und öffnet zumeist wieder im März jedes Jahres.
Eine besondere Attraktion sind die Coach Tours, die ausgehend von Muckross House angeboten werden. Das sind Kutschenfahrten hinaus in das weitläufige Gelände des Nationalparks.
Kategorien: Geschichte · Ring of Kerry · Sehenswert
Tagged: Geschichte, Nationalpark, Ring of Kerry, Sehenswert, Wandern